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Antistatika

Antistatika

Darunter versteht man chemische Stoffe, die als Spray oder als Zusatz in Textilien eine statische Aufladung verringern sollen.

Um die statische Aufladung zu verhindern, werden bei Möbel vereinzelt Metalldrähte in Polster eingebracht. Durchgesetzt hat sich diese Methode jedoch nicht.

Es gibt aber gute Hilfsmittel, damit einem der elektrische Schlag erspart bleibt. Antistatische Putzmittel oder Polituren mit anhaltender Staubvermeidung sind jedoch skeptisch zu sehen.

Wischtücher

Zum Staubwischen eignen sich Antistatik-Wischtücher. Diese bestehen in der Regel aus Mikrofaser und sind in allen Drogeriemärkten preiswert zu erhalten.

Allerdings reduziert ein Antistatik-Wischtuch nur die statische Aufladung beim Wischen selbst. Die Neigung zur statischen Aufladung und damit zur „Staubfängerei“ wird dadurch nicht reduziert.

Weichspüler und Anti-Staub-Putzmittel

Putzmittel könnten die Antistatik dann reduzieren, wenn ein antistatischer Zusatz auch nach dem Wischen auf der Oberfläche verbleibt. Daher schwören manche auf einen Schuss Weichspüler im Putzwasser. Wirklich hilfreich ist das jedoch nicht. Denn während ein Weichspüler beim Waschvorgang die Textilfasern leicht imprägniert – die Wirkstoffe bleiben an der Faser -, sollten beim Putzen Rückstände des Putzwassers mit Zusatzstoffen vermieden werden.

Anstatt Weichspüler gibt es in Handel meist als Sprühflasche Antistatikmittel. Die antistatische Wirkung ist allerdings begrenzt und bewirken eher bei PVC-Gehäusen von Elektrogeräten einen Effekt. Manche Sprühmittel für Möbel, die auch mit Pflegesubstanzen für Firnieroberflächen werben, führen sogar dazu, dass die Oberfläche etwas klebrig wird. Daher sollte man derartige Mittel erst nach Abwägung der Kundenrezensionen im Internet einkaufen.

Antistatika für Teppiche

Wer in der Wohnung öfters elektronisch „eine gewischt bekommt“ und den Teppichfußboden im Verdacht hat, kann auf drei Weisen vorgehen.

Es gibt Teppichreiniger mit antistatischen Zusätzen. Diese Zusätze sorgen wie bei einem Weichspüler für eine Erhöhung der elektrischen Leitfähigkeit der Fasern.

Alternativ kann man auf Teppichböden und Textilien Antistatikspray aufbringen. Dies sollte aber erst nach einer gründlichen Reinigung geschehen. Und: nach dem Aufsprühen gut Lüften und den Teppich mindestens 2 Stunden nicht betreten.

Bei Büroarbeitsplätzen zu Hause mit Rechner und anderen Elektrogeräten, muss bei anhaltender statischer Aufladung nicht gleich der Teppich gewechselt werden. Antstatikmatten für den Fußbereich unter dem Schreibtisch schaffen in diesen hartnäckigen Fällen Abhilfe.

Der Fall des elektrischen Sofas

Nicht untypisch ist der Fall, dass Sessel und Sofas neu angeliefert werden und bei Anlieferung mit einer PVC-Schutzfolie versehen sind. Wenn der Polsterbezug aus Kunstfaser besteht, kann es vorkommen, dass sich der Polsterstoff beim Abziehen der Folie stark elektrisch auflädt, und sich diese statische Ladung auch über Wochen und Monate nicht abbaut.

In diesem Fall hilft nur die Imprägnierung mit einem Antistatikspray. Nach dem Sprayen muss gut durchgelüftet werden. Ein Sitzmöbel sollte dann etwa drei Stunden nicht verwendet werden. Bei starker Anfangsaufladung muss man diesen Vorgang nach ein paar Tagen ein- bis zweimal wiederholen. Sollte der Stoff dann immer noch elektrostatisch aufgeladen sein, sollte man dies als Mangel beim Verkäufer reklamieren.

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