Gardinenstoffe - Bobinet

Bobinet Einführung

Die von dem Engländer Heathcoat im Jahre 1808 entwickelte Bobinet-Maschine (bobbin = Spule, net = Netz = Tüllmaschine) und nachfolgende Erfindungen sowie die spätere Kopplung mit dem von dem Franzosen Jacquard konstruierten und mit gelochten Karten arbeitenden Musterungsapparat machten zunächst die Bobinet-Spitzenmaschine zu dem vielseitigsten und vollkommensten Instrument auf dem Gebiet der Spitzenerzeugung. Die sehr aufwendige Klöppel- oder Netztechnik zur Herstellung von Tüllen, Spitzen, Netzen etc., ist aufgrund ihrer Bindungsstruktur den Geflechten zuzuordnen. Es handelt sich um eine ganzflächig gemusterte Ware, deren Vielfalt in der Dessinierung nahezu unbegrenzt ist. Die Skala der Herstellung reicht von der Filigranspitze über strenge Grafikmuster bis hin zu Panneau (Bildergardinen) etc., wobei die eingesetzten Rohstoffe (Baumwolle, Chemiefasergarne, -filamente und Fasermischungen sowie die Garnkonstruktionen) eine qualitätsbestimmende Rolle spielen.

Obwohl die Entwicklung über die Technologie der Bobinet-Herstellung hinweggegangen ist, gibt es auch heute noch Bobinet-Webereien, die sich in Spezialbereichen und Marktnischen erfolgreich behaupten. Artikel wie Bobbin-fining-Spitzen, Valenciennes-Spitzen, Chantilly-Spitzen oder Centre-gimp-Spitzen sind heute kaum mehr bekannt. Ihre künstlerische Gestaltung zeigt eine enorme Vielfalt und Phantasie.

Bobinet Gardinen

Durchbrochen gemusterte textile Flächengebilde, die im Gegensatz zu den Bobinettüllen aus mindestens drei Fadensystemen bestehen, dem Kett-, Bobinet- und Musterfaden. Während sich die Kett- und Bobinenfäden miteinander verschlingen, haben die von der Jacquardmaschine kommenden Musterfäden die Aufgabe, unterschiedlich grofle und seitliche Legungen auszuführen. Es handelt sich um eine ganzflächig gemusterte Ware, deren Vielfalt in der Dessinierung nahezu unbegrenzt ist. Die Skala der Herstellung reicht von der Filigranspitze über strenge Grafikmuster bis hin zu Panneaux (Bildergardinen) etc., wobei die eingesetzten Rohstoffe (Baumwolle, Chemiefasergarne, -filamente und Fasermischungen) sowie die Garnkonstruktionen eine qualitätsbestimmende Rolle spielen.

Obwohl die Entwicklung zugunsten der Raschelwaren über die Technologie der Bobinet-Herstellung hinweggegangen ist, gibt es auch heute noch Bobinet-Webereien, die sich in Spezialbereichen und Marktnischen erfolgreich behaupten. Raschelkunde. Gardinenstoffe.

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Bobinetgardine Bobinettüll

Bobinet-Tüll, schematische Darstellung der Fadenlegung.

Bobinetgardine Pflegeempfehlungen

(Siehe auch die Definition zu diesem Thema .Gardinenstoffe Pflegeempfehlungen ).

Gardinenstoffe Herstellung Bobinetgardinen

Sehr aufwendige Klöppel- oder Netztechnik zur Herstellung von Tüllen, Spitzen, Netzen etc., die aufgrund ihrer Bindungsstruktur den Geflechten zuzuordnen ist. Es handelt sich um eine ganzflächig gemusterte Ware, deren Vielfalt in der Dessinierung nahezu unbegrenzt ist. Die Skala der Herstellung reicht von der Filigranspitze über strenge Grafikmuster bis hin zu Panneaux (Bildergardinen) etc., wobei die eingesetzten Rohstoffe (Baumwolle, Chemiefaser-garne, -filamente und Fasermischungen sowie die Garnkonstruktionen) eine qualitätsbestimmende Rolle spielen. Obwohl die Entwick-lung über die Technologie der Bobinet-Herstellung hinweggegangen ist, gibt es auch heute noch Bobinet-Webereien, die sich in Spezialbereichen und Marktnischen erfolgreich behaupten. Folgende Gardinen werden in dieser Technik hergestellt: Tüll: Leichtes, transparentes und ungemustertes Netzwerk, das nach dem Prinzip des Flechtens, Umzwirnens und Um-schlingens gefertigt wird. Benötigt werden zwei Fadensysteme, der Kettfaden und der Bobi-nen-faden. Letzterer wird in einer Scheibenspule (Bobinet) durch die Zwischenräume der senkrecht verlaufenden Kettfäden schräglaufend geführt und schlingt sich dabei um den Kettfaden. Durch das gegenläufige Wandern der Bobinen ergibt sich das charakteristische Fadenkreuz, das waben- oder rautenförmige Zellen zeigt. Es sind folgende Tüllarten zu nennen: Fein- oder Wabentüll, Erbstüll, Gittertüll und Florentiner-Tüll (bestickter Wabentüll). Neben anderen Fertigungstechni-ken für Tülle (durch Wirken auf der Raschelmaschine, Häkel-Tüll auf der Häkelgalon-maschine hergestellt oder auf der Kettenwirkmaschine als Kettstuhl-Tüll und Klöppel-Tüll auf der Spitzen-Klöppelmaschine gefertigt) gilt der Bobi-net-Tüll als echter Tüll, er ist absolut schiebefest und unbegrenzt vielfältig zu mustern. Bobinet-Gardine: Durchbrochen gemustertes textiles Flächengebilde, das im Gegensatz zu den Bobinettüllen aus mindestens drei Fadensystemen besteht, dem Kett-, Bobinet- und Musterfaden. Während sich die Kett- und Bobi-nenfäden miteinander verschlingen, haben die von der Jacquardmaschine kommenden Musterfäden die Aufgabe, unterschiedlich grofle und seitliche Legungen auszuführen. Gewebt wird nach drei unterschiedlichen Bindungs-techniken: ï Jacquard-Grundbindung: Hierzu zählen Single-tie, Double-tie (werden für den Gardinenbereich kaum noch gefertigt), Double-action und Swiss. Der jacquardgesteuerte und seitlich geführte Spulfaden erzeugt sowohl die hohle Grundzelle als auch die dichten Musterflächen. Bei dem Single-tie erfolgt die Legung nur in einer Richtung, beim Double-tie in beide Richtungen. Double-action heiflt soviel wie doppelte Bewegung, d.h. der Bindungsrapport macht zwei Jacquardbewegungen erforderlich. Es entstehen nebeneinander sowohl kräftige als auch zarte Musterflächen, wodurch der Gardinenstoff lebendiger wirkt. Noch stärker tritt diese Erscheinung beim Swiss hervor. ï Kombinationsbindung: Gröflere Durchbrucheffekte werden durch die Kombinationsbindung erzielt. Dabei werden mehrere nebeneinander liegende Kettfäden einschliefllich der Musterfäden zusammengefasst und zu sogen. Schnüren umschlungen. Es entstehen kräftige Stege, Rippen, Knoten, Rauten und andere Formen. Der spitzenartige Charakter dieser Stoffe tritt noch stärker hervor. Haupteinsatzgebiete sind Phantasietülle, Architektentülle und Strukturtülle. Gebräuchliche Kombina-tionsbindungen sind Double-tie-, Double-action-, Swiss- sowie die Kreuzgrund-Kombination. ï Schienen-Grundbindung: Die Schienengrundbindung arbeitet neben dem Kett-, Bobinet- und Musterfaden noch mit einem vierten Faden-system, dem Grundfaden. Dieser wird über Exzenterscheiben getrennt gesteuert, was dessen seitlichen Versatz bewirkt. Unterschiedliche Dauer, Mafle und Folge der Auslegung führen zu verschiedenen, aber regelmäflig gestal-teten Grundzellen, die in Form von Quadraten, Rechtecken, Sechsecken oder Kreuzen ausgebildet sein können. Die Ware wird als Filet- oder Quadratgrund, Everlasting oder Strichgrund, Kreuzgrund oder Swiss net bezeichnet. Durch diese Technik erhöht sich die Stabilität des Netzes wesentlich. Bobinet-Spitze: Auf der Bobinet-Spitzenmaschine gefertigte kleinrapportige, dichte Musterungen. Einsatz u.a. für hochwertige Stilgardinen. Eine Jacquardmaschine, die als Steuerungselement sowohl für die Führung der in Fadengruppen eingeteilten Kett- und zusätzlichen Musterfäden (Rollofäden) und deren seitliche Verschiebung verantwortlich ist, stellt das Herzstück der Maschine dar. Artikel wie Bobbin-fining-Spitzen, Valenciennes-Spitzen, Chantilly-Spitzen oder Centre-gimp-Spitzen sind heute kaum mehr bekannt. Ihre künstlerische Gestaltung zeigt eine enorme Vielfalt und Phantasie.

Bobinet Spitzen

Der Engländer Heathcoat entwickelte nach dem Vorbild des Handklöppelns die Bobinet-Maschine (engl. bobbin = Spule, net = Netz = Tüllmaschine) zur Herstellung ungemusterter Tülle, auf die er im Jahre 1808 ein britisches Patent erhielt. Obwohl die Engländer versuchten, die Ausfuhr dieser Maschinen bei Androhung von Verbannung und sogar Tod zu verhindern, fand diese sehr bald Verbreitung in allen Spitzen erzeugenden Ländern. Die nachfolgende Erfindung des Engländers John Leavers, Mustereffekte in den Tüll einzuweben sowie die spätere Kopplung (1835) mit dem von dem Franzosen Jacquard konstruierten und mit gelochten Karten arbeitenden Musterungsapparat machten die Bobinet-Spitzenmaschine zu dem vielseitigsten und vollkommensten Instrument auf dem Gebiet der Spitzenerzeugung. Ihre künstlerische Gestaltung zeigt eine enorme Vielfalt und Phantasie. Zur Nachahmung besonders zarter handgenähter Spitzen entwickelte man die Bobbin fining Technik, in vollendeter Weise entstanden in Webtechnik Valenciennes Spitzen, deren Musterflächen in genauer Wiedergabe des handgeklöppelten Leinenschlags ein leinwandartiges Bild aufweisen. Auch die ursprünglich in Klöppelarbeit hergestellten Chantilly Spitzen oder Centre gimp Spitze in Nachahmung der Spachteltechnik können von der Bobinet-Spitzenmaschine hergestellt werden. Obwohl die Entwicklung über die Technologie der Bobinet-Herstellung hinweggegangen ist, gibt es auch heute noch Bobinet-Webereien, die sich in Spezialbereichen und Marktnischen erfolgreich behaupten. Spitzenkunde.

Bobinet Definition

Bobinet ist ein durchbrochen gemustertes, textiles Flächengebilde. Es handelt sich um eine spitzenartige Ware mit oder ohne Musterung aus mindestens zwei, zumeist aber drei Fadensystemen, dem Kett-, Bobinet- und Musterfaden. Während sich die Kett- und Bobinenfäden miteinander verschlingen, haben die von der Jacquardmaschine kommenden Musterfäden die Aufgabe, unterschiedlich grofle und seitliche Legungen auszuführen.

Bobinetgardine Jacquard Grundbindung

Hierzu zählen Single-tie, Double-tie (werden für den Gardinenbereich kaum noch gefertigt), Double-action und Swiss. Der jacquardgesteuerte und seitlich geführte Spulfaden erzeugt sowohl die hohle Grundzelle als auch die dichten Musterflächen. Bei dem Single-tie erfolgt die Legung nur in einer Richtung, beim Double-tie in beide Richtungen. Double-action heiflt soviel wie doppelte Bewegung, d.h. der Bindungsrapport macht zwei Jacquardbewegungen erforderlich. Es entstehen nebeneinander sowohl kräftige als auch zarte Musterflächen, wodurch der Gardinenstoff lebendiger wirkt. Noch stärker tritt diese Erscheinung beim Swiss hervor.

Bobinetgardine Schienen Grundbindung

Die Schienengrundbindung arbeitet neben dem Kett-, Bobinet- und Musterfaden noch mit einem vierten Fadensystem, dem Grundfaden. Dieser wird über Exzenterscheiben getrennt gesteuert, was dessen seitlichen Versatz bewirkt. Unterschiedliche Dauer, Mafle und Folge der Auslegung führen zu verschiedenen, aber regelmäflig gestalteten Grundzellen, die in Form von Quadraten, Rechtecken, Sechsecken oder Kreuzen ausgebildet sein können. Die Ware wird als Filet- oder Quadratgrund, Everlasting oder Strichgrund, Kreuzgrund oder Swiss net bezeichnet. Durch diese Technik erhöht sich die Stabilität des Netzes wesentlich.

Bobinetgardine Kombinationsbindung

Gröflere Durchbrucheffekte werden durch die K. erzielt. Dabei werden mehrere nebeneinanderliegende Kettfäden einschliefllich der Musterfäden zusammengefaflt und zu sogen. Schnüren umschlungen. Es entstehen kräftige Stege, Rippen, Knoten, Rauten und andere Formen. Der spitzenartige Charakter dieser Stoffe tritt noch stärker hervor. Haupteinsatzgebiete sind Phantasietülle, Architektentülle und Strukturtülle.

Bobinet Tüll

Leichtes, transparentes und ungemustertes Netzwerk, das nach dem Prinzip des Flechtens, Umzwirnens und Umschlingens gefertigt wird. Benötigt werden zwei Fadensysteme, der Kettfaden und der Bobinenfaden. Letzterer wird in einer Scheibenspule (Bobinet) durch die Zwischenräume der senkrecht verlaufenden Kettfäden schräglaufend geführt und schlingt sich dabei um den Kettfaden. Durch das gegenläufige Wandern der Bobinen ergibt sich das charakteristische Fadenkreuz, das waben- oder rautenförmige Zellen zeigt.

Je nach Form und Bindungsstruktur der Durchbrechungen entstehen folgende Tüllarten: Fein- oder Wabentüll mit bienenwabenförmiger Zellenstruktur, Erbstüll, dessen sechseckige Lochform sich mehr dem Kreis nähert, Gittertüll mit einer viereckigen Zellenform und Twisttüll, der eine rautenförmige Form hat. Neben anderen Fertigungstechniken für Tülle, durch Wirken auf der Raschelmaschine, Häkel-Tüll auf der Häkelgalonmaschine hergestellt oder auf der Kettenwirkmaschine als Kettstuhl-Tüll und Klöppel-Tüll auf der Spitzen-Klöppelmaschine gefertigt, gilt der Bobinet-Tüll als echter Tüll, er ist absolut schiebefest und unbegrenzt vielfältig zu mustern. Gardinenstoffe, Tüll.

Bobinetgardine Bobinetware

Bobinet-Tüll (Groflaufnahme).

Bobinet Qualitätsbestimmung

Punktzahl, Qualitätszahl, Bindung.Das Gait ist das Mafl der seitlichen Fadenlegung und gleichzeitig qualitätsbestimmend. Es gibt an, über wieviel Kettfäden der Musterfaden gelegt ist.

Bobinetgardinen Qualitätsbestimmungen

Die Beurteilung von Bobinetgardinen erfolgt nach der Punkt- oder Qualitätszahl; sie gibt die Anzahl Fäden/engl. Zoll an. Entsprechend dieser Qualitätswerte wird die Bobinetware gekennzeichnet. Eine vergleichende Tabelle siehe auf der folgenden Seite. Das Gait ist das Mafl der seitlichen Fadenlegung und gleichzeitig qualitätsbestimmend. Es gibt an, über wieviel Kettfäden der Musterfaden gelegt ist.

Gardinenstoffe Warenangebot Bobinet Spitzen

Auf der Bobinet-Spitzenmaschine gefertigte kleinrapportige, dichte Musterungen. Bei Nachahmung der besonders zarten, von Hand gefertigten Spitzen kommt vorwiegend die Bobbin-fining-Bindungstechnik zur Anwendung. Einsatz u.a. für sehr hochwertige Stilgardinen oder Sockel mit hervorragenden Nachbildungen heute kaum mehr bekannter Artikel, wie Bobbin-fining-Spitzen, Valenciennes-, Chantilly- oder Centre-gimp-Spitzen.

Gardinenstoffe Warenangebot Bobinet Tüll

Leichtes, transparentes und ungemustertes Netzwerk, das nach dem Prinzip des Flechtens, Umzwirnens und Umschlingens gefertigt wird. Benötigt werden zwei Fadensysteme, der Kettfaden und der Bobi-nenfaden. Letzterer wird in einer Scheibenspule (Bobinet) durch die Zwischenräume der senkrecht verlaufenden Kettfäden schräglaufend geführt und schlingt sich dabei um den Kettfaden. Durch das gegenläufige Wandern der Bobinen ergibt sich das charakteristische Fadenkreuz, das waben- oder rautenförmige Zellen zeigt. Je nach Form und Bindungsstruktur der Durchbrechungen entstehen folgende Tüllarten: Fein- oder Wabentüll mit bienenwabenförmiger Zellenstruktur, Erbstüll, dessen sechseckige Lochform sich mehr dem Kreis nähert, Gittertüll mit einer viereckigen Zellenform und Twisttüll, der eine rautenförmige Form hat. Neben anderen Fertigungstechni-ken für Tülle, durch Wirken auf der Raschelmaschine, Häkel-Tüll auf der Häkelgalon-maschine hergestellt oder auf der Kettenwirkmaschine als Kettstuhl-Tüll und Klöppel-Tüll auf der Spitzen-Klöppelmaschine gefertigt, gilt der Bobi-net-Tüll als echter Tüll, er ist absolut schiebefest und unbegrenzt vielfältig zu mustern. Tüll.

Bobinet Gardine

Die Bindungsstruktur dieser ganzflächig gemusterten Ware entsteht durch das Verschlingen von mehreren Fadensystemen. Es entsteht eine edle Tiefenwirkung. Die Ware zeichnet sich durch einen edlen Fall aus.

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