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Möbel aus Buchenholz

Die Buche gehört zu den am weitesten verbreiteten Laubbäumen Europas. Das Holz der Buche ist zudem ein wichtiger Rohstoff für Möbelhersteller: Aus dem robusten Holz werden unter anderem Schränke, Tische, Bänke und Stühle gefertigt, die bei einer sorgfältigen Pflege über Jahrzehnte erhalten bleiben. Im Außenbereich wird Buchenholz jedoch kaum noch verarbeitet, da es nicht witterungsbeständig ist.

Queerschnitt von einer Buche

Eigenschaften von Buchenholz

  • Zäh und doch elastisch
  • Buchenholz gilt als sehr schwer und tragfähig. Es bekommt nicht so schnell Schäden und bleibt bei einer sorgfältigen Pflege lange erhalten. Wird das Holz gedämpft, entwickelt es kurzfristig jedoch eine solche Elastizität, dass es sogar gebogen werden kann. Dieser Vorgang des Biegens von Holz wird als Bugholztechnik bezeichnet. Mit Hilfe dieser Technik werden zum Beispiel die charakteristischen Bugholzstühle hergestellt, die mit ihren geschwungenen Linienführungen sehr dekorativ sind. Neben der Buche eignet sich nur der Ahornbaum für die Herstellung von Bugholzstühlen.

  • färbt mit zunehmenden Alter kaum nach
  • Anders als beispielsweise Kiefernholz, färbt das Holz der Buche kaum nach. Mit zunehmendem Alter ist es bei manchen Holzarten normal, dass sie dunkler werden, Buchenholz jedoch behält seine hell-gelbliche bis rosa-braune Farbe auch nach vielen Jahren noch. Lediglich gedämpftes Buchenholz verändert durch die Behandlung seine ursprüngliche Farbe und wird braun-rot.

Möbel im Innenbereich sind pflegeleicht

Buchenholzmöbel sollten mit Holzöl und Hartwachs behandelt werden, damit sie gegen Wasser und Verunreinigungen geschützt sind. Pflegemittel, die neben Hartwachs zum großen Teil aus Öl bestehen, eignen sich perfekt um eine gute Pflege zu gewährleisten.

Ein Buchentisch wird eingeölt

Tipps zur Pflege von Buchenholz-Möbeln

Mit speziellen Holzölen und Holzwachsen kann Buchenholz über Jahre hinweg ausreichend geschützt werden. Am besten eignen sich Hartwachs-Pflegemittel mit einem hohen Öl-Anteil, da diese sowohl pflegende als auch schützende Wirkungen kombinieren. Das Mittel wird je nach Herstellerangabe mehrmals gleichmäßig mit einem Lappen aufgetragen. Nicht eingezogenes, überflüssiges Hartwachs sollte man entfernen, denn nasse Stellen wirken sich schlecht auf das Holz aus.

Die meisten Pflegemittel haben einen intensiven Geruch, der einige Tage auf den Möbeln hängen bleibt. Wer dies vermeiden möchte, sollte die Möbelpflege zum Beispiel kurz vor dem Urlaub erledigen. Wichtig: Der Lappen, mit dem das Möbelöl aufgetragen wurde, sollte auf keinen Fall zusammengeknüllt liegengelassen werden. In Öl getränkte Lappen können sich selbst entzünden!

Wenn die Oberflächenbehandlung abgeschlossen, und die Wachsschicht getrocknet ist, können Schränke und Stühle einfach mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Bei stärkeren Verschmutzungen eignet sich eine sanfte Seifenlauge oder eine Lauge mit Spülmittel. Herkömmliche Reinigungsmittel würden die Schutzschicht auf dem Holz angreifen. Nach dem Putzen mit einem trockenen Tuch nachwischen.

Übrigens kann man gegen Risse im Holz auch bei umfangreicher Pflege nichts ausrichten. Buchenholz arbeitet und verzieht sich bei wechselnden Temperaturen. Dadurch bilden sich Risse im trockenen Holz.

Buchenholz im Außenbereich

Wie eingangs bereits erwähnt, ist Buchenholz für den Außeneinsatz wenig geeignet. Buchenholz ist zudem auch sehr anfällig für holzschädigende Pilze und Insekten. Erst nach einer mehrschichtigen Behandlung kann das Holz Wind, Wetter und möglichen Schädlingen ausgesetzt werden. Für die Herstellung von Gartenmöbeln wird deshalb mittlerweile auf andere Holzarten gesetzt, die einen besseren Eigenschutz besitzen.

Ausschnitt von einem Wald mit Buchen.

Herkunft und Besonderheiten

In West- und Mitteleuropa ist die Rotbuche bei weitem der am meisten verbreiteteLaubbaum. Die Bäume werden bis zu 45 Meter hoch und erreichen ein Alter von maximal 300 Jahren. Im hohen Alter verfärbt sich das Kernholz zu einem dunklen Rot-Braun.

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