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Möbel aus Nussbaum

Ist die Rede von Nussbaumholz, meint man das Holz des Walnussbaumes. Das dunkle Edelholz wird gerne für die Herstellung exklusiver Möbel für Schlafzimmer und Wohnzimmer verwendet. Nussbaumholz ist in Deutschland nicht weit verbreitet und daher sehr wertvoll. Einige besondere Eigenschaften machen das Holz trotz seines hohen Preises bei Möbelkäufern sehr begehrt.

Die Merkmale von Nussbaumholz

  • gute Verarbeitung
  • Obwohl das Holz des Walnussbaums zäh und hart ist, lässt es sich sehr gut und umstandslos verarbeiten, was förderlich bei der Möbelherstellung ist. Hin und wieder kann man als Kunde deshalb ein Schnäppchen mit Möbeln aus Nussbaumholz machen.

    Auch Oberflächenbehandlungen werden von dem Holz gut aufgenommen. Im Innenbereich wird Nussbaumholz allerdings oft unbehandelt eingesetzt. Dadurch bleibt die natürliche Optik erhalten, die das Holz so beliebt macht. Wer sich trotzdem lieber eine schützende Behandlung für das Holz wünscht, kann auch einen durchsichtigen Lack für die Oberfläche verwenden, der den natürlichen Look beibehält.

  • Dauerhaft
  • Nussbaumholz ist ein schweres und zähes Holz, weshalb es widerstandsfähig gegenüber Abnutzung und Schäden ist. Auf einen Tisch aus Nussholz kann also auch mal etwas Schweres fallen, ohne dass gleich ein Schaden entsteht. Auch Splitter bildet Nussbaumholz so gut wie nie. Weil das Nussholz außerdem recht biegsam ist, verzieht es sich kaum. Möbel aus Nussholz sind damit sehr beständig und behalten ihr Aussehen dauerhaft bei.

  • Keine Chemikalien
  • Während der Verarbeitung von Nussbaumholz werden keine Chemikalien eingesetzt. Das Holz ist also auch nach der Herstellung von Möbeln oder anderen Produkten in einem natürlichen Zustand. Da es nicht splittert, ist es zum Beispiel für Kinderspielzeug äußerst gut geeignet. Auch nach vielen Jahren ist die natürliche Qualität des Holzes noch sehr hoch.

Walnussbäume sind in unseren Regionen nicht sonderlich verbreitet, weshalb das Holz in der Regel importiert werden muss. Hinzu kommt, dass diese Baumart keinen engen Bestand verträgt. Die Bäume brauchen einen recht großen Abstand und sind dadurch teurer im Anbau. Weil Nussbaumholz ist ein kostenintensives Holz ist, wird es oft nur als Furnier verwendet, dass als dünne Schicht auf die Oberfläche eines anderen Materials geklebt wird.

Pflege von Möbeln aus Nussbaumholz

Frisch verarbeitetes Nussbaumholz hat eine hellbraune bis dunkelbrauche Färbung und wird von einer fast schwarzen Maserung durchzogen. Diese Streifen treten mit der Zeit immer mehr in den Hintergrund, da das Holz durch Sonneneinwirkung nachdunkelt. Wenn Du diesen Prozess verhindern möchtest, solltest du einen durchsichtigen Lack verwenden. Dies verlangsamt das Nachdunkeln wesentlich.

Eine Oberflächenbehandlung ist auch aus praktischen Gründen sinnvoll, denn sie schützt vor Verschmutzungen. Vor allem bei Tischen aus Nussbaumholz kann das die Pflege und Reinigung erheblich erleichtern. Sollten dennoch Flecken entstehen, hat sich für deren Beseitigung das sogenannte „Wasserbeizen“ bewährt. Bei der Reinigung solltest du unbedingt auf scharfe Putzmittel und Scheuermittel verzichten.

Wenn du Nussholz pflegst, kann du es laugen, wachsen, lackieren oder ölen. Öle haben den Vorteil, dass sie in das Holz einziehen und sich nicht nur auf die Oberfläche legen. Diese Behandlung sollte einmal jährlich erneuert werden. Dasselbe gilt auch für gewachste Möbel.

Einsatz im Außenbereich

Das Holz des Walnussbaums ist im unbehandelten Zustand nicht wetterfest. Außerdem ist Nussbaumholz nicht resistent gegen Insektenbefall. Gartenmöbel aus diesem Holz sollten also unbedingt einen Schutzlack und eine Behandlung gegen holzschädigende Insekten bekommen. Gegen Pilzbefall ist das Holz aber von Natur aus gut gewappnet. Je nach Herkunft können diese Eigenschaften variieren. So ist der amerikanische Nussbaum „Black Cherry“ zum Beispiel gegen Pilz- und Insektenbefall zugleich anfällig.

Herkunft und Besonderheiten

Walnussbäume wachsen in ganz Europa, überall dort wo mildes Klima herrscht. Auch in Asien, Amerika und Nordafrika sind verwandte Wallnussgewächse heimisch. Der Walnussbaum ist jedoch kein typischer Waldbaum, er wächst eher vereinzelt in Parks und Gärten. Nussbäume haben den positiven Effekt, Mücken und Fliegen fernzuhalten. Außerdem sind sie die idealen Schattenspender. Ist der Nussbaum im Juni prall mit grünschaligen Nüssen behangen, dann steht einer alten Bauernweisheit zu Folge ein sogenanntes Bubenjahr an. Damit gemeint ist, dass bis zum darauf folgenden Jahr mehr Jungen als Mädchen das Licht der Welt erblicken werden.

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