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Ornamente

Als Ornamente werden Verzierungen, Zierformen und Muster an und von Häusern, Gegenständen oder Textilien bezeichnet. Verzierungen können abstrakte Muster sein, oder Darstellungen von Figuren oder Gegenständen.

Für einen Stil typische Ornamente werden unter einer Ornamentik zusammengefasst. Bis in das 20. Jahrhundert zählen Ornamente zu den Hauptmerkmalen eines Stils.

Beispielsweise waren das im Rokoko die muschelförmige Verzierungen oder in der Neugotik des Historismus Möbelverzierungen, die der Architektur gotischer Kathedralen nachempfunden sind.

Ein weiteres Beispiel ist das Paisley-Muster auf Textilien.

Beginnend mit der Idee des „Bauhaus“ nimmt die Bedeutung der Ornamente bzw. der Ornamentik ab. Die Form eines Möbels ist funktional orientiert: form follows function. Erst in der Postmoderne, also etwa ab den 80ern Jahren des 20. Jahrhunderts, werden Form und Verzierung wieder beliebt. Das Motto lautet: function follows form. Eine stilgeschichtliche Ornamentik der Postmoderne gibt es allerdings nicht.

Ornamente in der arabischen Welt

Da der Koran die Abbildung von Personen und Tieren verbietet, haben sich seit dem Mittelalter in der islamischen Kunst abstrakte Muster durchgesetzt. Dazu zählen vor allem Arabesken. Diese sind stilisierte ineinander verschlungene Pflanzenranken. Islamische Ornamente nordafrikanischer und Spanischer Kalifate werden als Mausresken bezeichnet.

Berühmt für islamische Kunst und Ornamentik ist die ehemalige islamische Stadtburg Alhambra im spanischen Granada.

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