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Porzellan

Beim Begriff „Porzellan“ kommen einem womöglich altbackene Teeservices und kitschige Dekorputten in den Sinn. Doch Omas Erbstücke in Ehren, Porzellan kann mehr sein als verstaubter Kitsch. Schlicht gestaltete Tassen, Untertassen, Teller und Schüsseln aus dem „weißen Gold“ sind elegante Einrichtungsgegenstände im modernen Haushalt.

Reinigung

Weißes Porzellan ohne Dekoration ist in der Regel spülmaschinenfest. Wenn das Porzellan aber farblich oder mit anderen Materialien veredelt ist, sollte es lieber mit der Hand gespült werden. Je aufwendiger die Dekoration, umso größer ist die Gefahr, dass diese in der Spülmaschine abgerieben wird. Dazu zählen zum Beispiel Veredelungen aus Gold und Silber. Auch leuchtende Farben sind meist Aufglasuren, die nicht so hartnäckig sind, wie das eigentliche Porzellan.

Woher weiß ich, dass es sich um echtes Porzellan handelt

Manche Hersteller nehmen es mit der Bezeichnung ihrer Produkte nicht so genau. Sieht die Tasse aus wie Porzellan, wird sie auch als Porzellan verkauft. Dahinter kann sich aber auch ein weniger hochwertiges Keramik-Erzeugnis verbergen, das nicht so aufwendig hergestellt wurde.

Eigenschaften von echtem Porzellan

  • Heller Klang und stark glänzende Oberfläche
  • Um festzustellen ob es sich bei einer Tasse oder einem Teller um echtes Porzellan handelt, kann man zunächst den Klangtest machen: Dazu ganz einfach mit einem Gegenstand leicht gegen das Material schlagen oder dagegen schnipsen. Echtes Porzellan hat einen hellen Klang, weniger hochwertige Zusammensetzungen klingen hingegen dumpfer.

    Ihren Glanz erhalten Porzellan und Keramik durch eine äußere Glasurschicht, die nach dem ersten Brennen aufgetragen wird. Diese Schicht besteht zum großen Teil aus Glas und sorgt für den edlen weißen Schimmer. Bei echtem Porzellan ist aber auch die Grundmasse glasig, weshalb als zweiter Test der Lichttest gemacht werden kann. Scheint seitlich einfallendes Licht zur anderen Seite hindurch, sind die Grundstoffe hochwertig.

  • Extrem hitzebeständig
  • Reines Porzellan ist unempfindlich gegen Hitzeeinwirkung. Porzellangeschirr kann also auch sehr heiß gespült werden. Auch kochendes Wasser macht dem Material nichts aus. Bei der Herstellung wird Porzellan insgesamt 50 Stunden lang Temperaturen von bis zu 1500° C ausgesetzt. Kochendes Wasser ist nichts dagegen.

    Porzellan ist übrigens ein äußerst hartes Material. Es liegt auf Platz zwei der Härteskala, direkt hinter dem Diamanten. Außerdem ist Porzellan sehr fest. Ein Quadratzentimeter hält eine Druckbelastung von bis zu fünf Tonnen aus. Das Material ist also gar nicht so zart wie man annehmen würde. Fällt ein Porzellanteller aus dem Schrank auf die Küchenfliesen, ist er jedoch trotzdem kaputt.

Ursprung und Herkunft

Entwickelt wurde die Herstellung von Porzellan im Chinesischen Kaiserreich im Jahre 620. Erst wesentlich später, im 13. Jahrhundert brachten einige Europäer, unter ihnen Marco Polo, Geschirr aus dem fernen Osten auf unseren Kontinent. Da die Chinesen den Herstellungsprozess aber nicht preisgeben wollten, musste das Porzellan in Europa im 17. Jahrhundert zunächst neu erfunden werden.

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