Wasserbett

Dieser in den sechziger Jahren des 20.Jhs. von dem Amerikaner Charles Hall weiter entwickelte und technisch perfektionierte Matratzentyp wurde auch in Europa detaillierten wissenschaftlichen Untersuchungen unterzogen und als das Gesundheitsbett an sich bezeichnet. Wasser als nicht komprimierbare Flüssigkeit passt sich jederzeit vollkommen der Belastungsverteilung an, daher wird bei individuell angepasster Lagerung der Wirbelsäule der Druck absolut gleichmäßig auf den Körper verteilt und die individuell richtige Stützfunktion sowie die druckfreie Lagerung von Schulter- und Hüftknochen sichergestellt. Kreuzschmerzen werden abgebaut. Weitere positive Eigenschaften sind die Förderung der Blutzirkulation, die durch die Wärme des Wasserbettes noch unterstützt wird, die Verhinderung von Druckstellen bei langliegenden Patienten als Decubitus Prophylaxe, Entlastung des Kreislaufes etc. Auch die Hygiene ist ein weiterer wichtiger Aspekt. In der staubundurchlässigen Wassermatratze können sich Schmutz und Bakterien nicht festsetzen. Durch den abgeschlossenen Kern können Hausstaubmilbe nicht in die Wassermatratze eindringen.

Bei einer Matratzengröße von 100 x 200 cm enthält der mit einer synthetischen Folie (Vinyl) umhüllte Wasserkern ca. 300 Liter Wasser, der im Inneren abgeschottet ist, um die Wasserbewegung zu reduzieren. Entsprechende Polsterauflagen sorgen für das richtige Mikroklima. Das Wasser wird durch eine thermostatgesteuerte Folienheizung kontinuierlich temperiert, da der Körper nicht imstande ist, das vorhandene Wasservolumen seiner Körpertemperatur anzugleichen. Das Heizelement muss gegen Überheizung abgesichert und so abgeschirmt sein, dass keine elektromagnetische Strahlung entstehen kann. Patentierte Systeme sind mit dem CE-Kennzeichen und dem Gütesiegel des TÜV Rheinland versehen.

Man unterscheidet zwischen Hardside- und Softside-Systemen. Bei dem freistehenden Softside-System, das in jedes herkömmliche Bett eingebaut werden kann, liegt der Wasserkern in einem Rahmen aus weichem Schaumstoff, der durch ein spezielles Gewebe und Holzleisten fixiert wird. Bei dem preisgünstigeren Hardside-System wird der Wasserkern durch einen festen Bettrahmen in Form gehalten. Dieses System ist zum Umrüsten vorhandener Betten im Allgemeinen nicht geeignet.

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