Startseite »Wohnstile »Jugendstil

Jugendstil

Dekorativ in Vollendung! Der Jugendstil bietet Euch viele Möglichkeiten, Euer Wohnumfeld in ein wahres Schmuckstück zu verwandeln.

Verschlungene Linien, die sich aus sich selbst zu ergeben scheinen, geheimnisvolle Symbole, Ornamente aus der Pflanzen und Tierwelt. Dieser absolut dekorative Stil ist vielen von nostalgischen Postern aus dem „Moulin Rouge“ bekannt oder von geschwungenen Möbeln, die ganz eigenartig zeitlos wirken. Der Jugendstil ist bereits über 100 Jahre alt, aber er hat seine Faszination für die Wohnungseinrichtung bewahrt. Ihr könnt damit alles kombinieren, was es an modernen Möbeln gibt.

Der Stil ist selbst in sich keine abgeschlossene Sache. In Frankreich als „Art Nouveau“, in England als „New Style“ oder in Österreich als „Sezessionskunst“ bezeichnet, spiegelt allein die Begriffsvielfalt die verschiedenen Auffassungen und Zentren wieder. Allen gemeinsam jedoch ist, dass sie zum Ende des 19. Jahrhunderts ein Gegenbild zur Standardisierung durch die industrielle Serienproduktion schaffen wollten. So spielen Sinnlichkeit und Naturformen die dominierende Rolle. Die Bewegung entstand zuerst in der Bildenden Kunst und griff schnell auf das Design und die Gestaltung von Möbeln über. Sie stärkte das Kunsthandwerk, was letztendlich zum Entstehen des Bauhauses 1919 führte. Denn bei aller Verspieltheit der Formen ist die Zweckmäßigkeit beim Jugendstil oberstes Gebot.

Ihr könnt den Jugendstil als dekorative Elemente nutzen, wie es mit kurvigen und verschnörkelten Ornamenten verzierte Geschirrteile, Vasen oder Lampen darstellen, oder mit einem ausgewählten oder mehreren passenden Möbelstücken. Hier empfehlen sich in jedem Falle Originale, die zuweilen preiswerter als ein teurer Nachbau sind. Da der Jugendstil nur hochwertiges Material verarbeitete, sind diese Möbel meist noch in einem sehr guten Zustand. Eine komplette Jugendstil-Ausstattung ist für das Auge von heute denn vielleicht doch etwas zu viel. Es ist viel attraktiver, Jugendstil-Elemente in die moderne Wohnwelt zu übernehmen. Zudem gibt es viele moderne Möbel, die Jugendstil-Elemente übernehmen.

Einrichtung

Die geschwungene Linie ist das Kennzeichen des Jugendstils. Viele Möbel von heute übernehmen das Zitat in der Anmutung Glas wird hochgradig dekorativ verwendet. Der Werkstoff muss sorgfältig geschnitten werden, um die schwungvolle organische Form des Rahmens fortführen zu können.

Obwohl unter konstruktiven und sachlichen Erwägungen entworfen, entwickelte der Stil eine Eigendynamik, der sich in einer überreich verschlungenen Ornamentik zuweilen über das ganze Möbelstück ausbreitete. Moderne Möbel kommen da mit erheblich weniger Aufwand aus.

Materialien, formen und Farben des Jugendstil

Die Hölzer des Jugendstil waren Mahagoni, Birne, Nussbaum und Eiche; in der industriellen Serienproduktion wurde auch Nadelholz verwendet. Das Material verblieb jedoch meist nicht im Naturton, sondern wurde lackiert oder gebeizt. Dazu kamen typischer Dekors wie Beschläge aus Gusseisen, Stahl, Messing oder Bronze. Auch diese erweiterten die Ornamentik weiter um Spiralen, Schneckenformen, endlose Ranken, und ineinander verschlungene Blumen und Linien. Das Ganze setzte sich auch auf den Tapeten und den Raumtextilien fort. Türbeschläge und Türklinken folgten natürlich ebenfalls diesen Formen. Fliesen und Deko-Objekte vervollkommnen das Angebot.

Spätestens jetzt werdet auch ihr wohl lieber auf ein Zimmer im reinen Jugendstil verzichten. Aber Ihr könnt aus einem reichhaltigen Reservoire künstlerischer Wirkung für Eure Inneneinrichtung schöpfen, wenn Ihr Euch dabei durchweg an den Jugendstil haltet. Denn einen zusätzlichen Vorteil für die Gestaltung gibt es noch obendrauf: Der Jugendstil hält sich an gedeckte Farben und scheut jegliche Kontraste. Als mystisches Symbol bevorzugte der Jugendstil die Figur der Elfe – die Verbindung zur Natur war eben eher ideeller Natur.

Bedeutende Architekten, Innenraumgestalter, Möbeldesigner, Tischler und Kunsthandwerker des Jugendstils waren Beter Behrens, Herrmann Obrist, Otto Wagner (Deutschland), Joseph Maria Olbrich (Österreich), Henry van de Velde, Victor Horta (Belgien), Emile Galle, Hector Guimard (Frankreich), Charles Rennie Mackintosh (Schottland) oder Antonio Gaudi (Spanien).

Wartekreisel