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Kolonialstil

Der Kolonialstil ist etwas für Globetrotter und Entdecker – aber nicht mit dem Rucksack auf dem Rücken, sondern in der Sänfte durch den Urwald getragen. So ungefähr lässt sich das Wohngefühl ausdrücken, dass der Kolonialstil vermittelt. Er ist vor allem Genuss an den Schönheiten fremder Länder, den Ihr heute ganz unbeschwert genießen könnt.

Im Kolonialstil lebt einfach nur weiter, was die exotischsten Plätze der Welt mit dem etwas kühleren Mitteleuropa verbindet – und was sich der europäische Komfort als Entsprechung in dieser Umgebung geschaffen hat. Als Wohnstil ist das heute auf jeden Fall eine der phantasievollsten Varianten, die es gibt.

Fern der Heimat und als greifbarer Rohstoff nur Holz - so stellte sich dem Kolonisten vor Jahrhunderten die „Neue Welt dar. Aber was für Holz! Die dunklen, edlen Tropenhölzer waren eine Rarität in Europa, und wenn man in der rauen Wildnis schon jeglichen Komfort des bürgerlichen Lebens entbehrte, so war man den Daheimgebliebenen doch mit den Möbeln überlegen.

Entsprechend schwergewichtig und prunkvoll fielen sie auch aus. Dieser Eindruck vertiefte sich noch durch den dunklen Holzton. Aber dazu gesellten sich auch die Leichtigkeit des Bambus, der Glanz der Seide, oder die Felle von Tieren. Was die Entdecker mit nach Hause brachte, waren echte Trophäen. Möbel im Kolonialstil sind das bis heute.

In der modernen Möbelwelt fällt der Stil etwas moderater aus, aber die typischen Merkmale und Einflüsse aus der asiatischen, afrikanischen und südamerikanischen Kultur zeichnen das Design weiterhin aus - europäisch mit exotischen Elementen. Helle Dekorationen wie tropische Gewächse, aber auch Stoffe wie Leinen, Rattan oder Leder sorgen dafür, dass die Einrichtung nicht zu dunkel und schwer wirkt. Die Aura des Entdeckertums wird durch Souvenirs aus aller Welt vermittelt. Große historische Landkarten an der Wand, ein alter Lederkoffer oder eine Truhe verbreiten den Hauch von Schätzen. Im Kolonialstil könnt Ihr ein ganzes Zimmer einrichten oder auch nur Einzelstücke in einer zurückhaltenden Umgebung zur Geltung bringen.

Einrichtung im Kolonialstil

Die Grundausstattung besteht aus schweren Möbeln in dunklen Hölzern wie Teak oder Mahagoni, z.B. ehrwürdige Schreibtische, große Schränke, Hohe Regale, Sideboards oder Tischgruppen. Bedenkt immer die Raumgröße, wenn mehrere dieser Möbel zusammen aufgestellt werden

Ideal passt eine braune oder schwarze Ledercouch mit Sesseln im Loungestil dazu. Moderner wirkt das Ganze, wenn Ihr cremefarbene Töne oder Rattanmöbel wählt.

Tipp: Da auch die Fußboden dunkel sind, unbedingt warme und helle Farben an die Wand bringen! Die Dekorationen sollten filigran wirken, um die Wucht der Raumwirkung aufzulösen. Weiche helle Stoffe als Gardinen oder Bezüge helfen dabei.

Dem Licht kommt eine ganz besondere Funktion beim Kolonialstil zu. Kronleuchter, exotische Lampen und am Besten ein beleuchteter Deckenventilator schaffen stilechtes Flair

Merkmale des Kolonialstil

Natürliche Materialien, dunkle Holztöne und exotische Motive machen den Kolonialstil aus. Neben Teak und Mahagoni sind tropische Harthölzer wie Shesham, Akazie, Palisander oder Mango erste Wahl. Ist die Farbe zu hell, erhalten die Hölzer durch Beize einen dunkleren Farbton.

Moderne Werkstoffe sind im Kolonialstil fehl am Platze. Das gleiche gilt für die textile Ausstattung. Bevorzugt werden hier Baumwolle, Sisal und Kokos. Florale Muster sind ideal.

Bis zum Übermaß dagegen können Mitbringsel aus fernen Ländern im Zimmer deponiert werden. Endlich erhalten die aus Lust und Laune gekauften Sachen eine Funktion: Vasen, Tierbilder, Statuen oder der alte Schul-Globus. Der „Kolonial-Profi“ besorgt sich immer noch etwas „echt Originales“, wie z.B. eine historische Waffe oder eine Palmengruppe.

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